11 wunderbar verrückte Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Unsere Favoriten unter den Weihnachtsbräuchen sind beeindruckend – manchmal auch beeindruckend verrückt – und versetzen dich garantiert in Festtagsstimmung.

Weihnachtsfeier in Toronto

Weihnachtsfeier in Toronto

Kategorie Wintersport & Weihnachtszeit

Datum 01/12/2015

Es ist die schönste Zeit des Jahres. Ein paar Wochen lang erfüllt ein magisches Leuchten die Welt, die Menschen wirken fröhlicher und selbst der Winter fühlt sich irgendwie gemütlich an.

Unsere Favoriten unter den weihnachtlichen Traditionen sind grell, eigensinnig und sorgen garantiert für jede Menge festlichen Spaß!

1. Giant Lantern Festival, Philippinen

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Riesige festliche Laternen auf den Philippinen.

Das Giant Lantern Festival (Ligligan Parul Sampernandu) findet jährlich am Samstag vor Heiligabend in der Stadt San Fernando statt – der „Weihnachtshauptstadt der Philippinen„. Das Festival zieht Zuschauer aus dem ganzen Land und der ganzen Welt an. Elf Dörfer nehmen daran teil und liefern sich einen harten Konkurrenzkampf, bei dem die kunstvollste Laterne ausgezeichnet wird.

Ursprünglich handelte es sich bei den Laternen um einfache Konstruktionen von etwa 60 cm Durchmesser, die aus Japanpapier hergestellt und mit Kerzen erleuchtet wurden. Heute bestehen die Laternen aus unterschiedlichen Materialien und erreichen einen Durchmesser von über 6 Metern. Erleuchtet werden sie mithilfe von Glühbirnen, die in einem Kaleidoskop aus Mustern erstrahlen.

2. Gävlebocken, Schweden

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Zuschauer bestaunen die Weihnachtsgeiß von Gävle.

Seit 1966 wird auf dem zentralen Platz von Gävle zum Adventbeginn ein 13 Meter hoher Julbock errichtet. Diese schwedische Weihnachtstradition hat dabei ungewollt ein „Ritual“ der anderen Art nach sich gezogen – Jahr für Jahr gibt es Versuche, den Bock niederzubrennen. In seiner 48-jährigen Geschichte wurde er 26 Mal erfolgreich abgefackelt – das letzte Mal 2013.

Wenn du sehen willst, wie sich der Bock nach seiner Errichtung am 1. Dezember in diesem Jahr schlägt, kannst du den Live-Videostream auf der Visit Gavle Website verfolgen.

3. Krampus, Österreich

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Der weihnachtliche Kinderschreck Krampus ist die gruseligste unter den Weihnachtstraditionen. © Stefan Klauke

Eine tierartige Kreatur zieht durch die Stadt, jagt Kindern einen Schrecken ein und bestraft die unartigen unter ihnen – nein, es ist kein Halloweenkostüm, sondern Krampus, der böse Komplize des Nikolaus.

Laut österreichischer Tradition belohnt der Heilige Nikolaus artige Jungen und Mädchen, während Krampus die unartigsten Kinder einfängt und in seinen Sack steckt. In der ersten Dezemberwoche (besonders am Nikolaustag) verkleiden sich junge Männer als Krampus und erschrecken Kinder mit rasselnden Ketten und Glocken.

4. Weihnachtsmenü von Kentucky Fried Chicken, Japan

Eine Familie freut sich auf ihr KFC-Menü – eine ziemlich bizarre japanische Weihnachtstradition. © ajbrusteinthreesixfive

Weihnachten war in Japan noch nie eine große Sache. Abgesehen von ein paar weltlichen Traditionen wie Geschenken und Lichterketten ist das Fest hier eher eine Randnotiz. In den letzten Jahren ist jedoch eine neue, absonderliche „Tradition“ entstanden – ein Weihnachtsschmaus von der US-Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken.

Das Festmenü 2015 wird in Kürze auf der Website von KFC Japan vorgestellt, und selbst wenn du kein Japanisch verstehst, werden die Bilder von den weihnachtlichen Menüs mit Sicherheit verführerisch aussehen.

5. Jólasveinar, Island

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Die isländischen Jólasveinar (Weihnachtskerle) treiben zu dieser Jahreszeit ihr Unwesen.

In den 13 Tagen vor Weihnachten wird Island von 13 schelmischen, trollartigen Figuren heimgesucht.

Die Jólasveinar besuchen Familien in der Weihnachtszeit 13 Nächte lang, und die Kinder stellen ihre besten Schuhe ans Fenster, woraufhin jeder einzelne Troll Geschenke für artige Jungen und Mädchen hineinsteckt, während die ungezogenen faulende Kartoffeln bekommen.

Die Jólasveinar in ihren traditionellen isländischen Trachten sind spitzbübische Gesellen, und ihre Namen deuten auf die Art von Streichen hin, die sie am liebsten spielen. Da wären beispielsweise Stekkjastaur (Schafschreck), Þvörusleikir (Kellenlecker), Pottaskefill (Töpfekratzer), Askasleikir (Suppenschlürfer), Hurðaskellir (Türenknaller), Skyrgámur (Quarkfresser), Bjúgnakrækir (Würstchenklauer), Gluggagægir (Fenstergucker) und Kertasníkir (Kerzenschnorrer). Reise diese Weihnachten nach Island, um sie allesamt zu erleben!

6. Nikolaustag, Deutschland

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Der heilige Nikolaus und seine drei Kumpanen: Der Weihnachtsmann, Knecht Ruprecht und … ein Esel.

Uns Deutschen ist die Geschichte bestens bekannt: Der Nikolaus reist in der Nacht zum 6. Dezember (Nikolaustag) auf einem Esel durchs Lands und hinterlässt Kleinigkeiten wie Münzen, Schokolade, Orangen und Spielzeug in den Schuhen von artigen Kindern in ganz Deutschland, ganz besonders in Bayern. Außerdem besucht er Kinder in Schulen oder zu Haus; um sich Süßigkeiten und kleine Geschenke zu verdienen, werden am Vorabend die Schuhe geputzt und manch ein Kind bereitet sogar ein Gedicht, ein Lied oder ein gemaltes Bild für den Nikolaus vor. Kurz gesagt: Nikolaus ist ein netter Kerl.

Aber es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Oft hat der Nikolaus nämlich auch Knecht Ruprecht im Schlepptau, eine furchteinflößende Figur mit dunklen Klamotten, Glocken und einem schmutzigen Bart, die eine Rute bei sich trägt, um unartige Kinder zu bestrafen.

7. Besenverstecken, Norwegen

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Lass in Norwegen zur Weihnachtszeit niemals einen Besen stehen: Er könnte geklaut werden.

Einen der vielleicht schrägsten Weihnachtsbräuche findet man in Norwegen: hier verstecken die Leute nämlich ihre Besen. Dieser Brauch wurde schon vor Jahrhunderten geboren, als die Menschen glaubten, dass Hexen und böse Geister am Heiligen Abend nach Besen suchten, um auf ihnen zu reiten. Bis heute verstecken viele Norweger ihre Besen noch immer am sichersten Ort im Haus, damit sie nicht abhandenkommen.

8. Entzünden des Hanukkah-Leuchters, Washington, D.C.

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Das Entzünden des Hanukkah-Leuchters in Washington, D.C.

Das jüdische Hanukkah-Fest wird in den ganzen USA gebührend gefeiert. Seit 1979 wird ein gewaltiger, 9 Meter hoher Hanukkah-Leuchter für die 8 Tage des Hanukkah-Fests auf dem Gelände des Weißen Hauses aufgestellt. Die Zeremonie in Washington, D.C. umfasst Reden, Musik, Aktivitäten für Kinder und – natürlich – das Entzünden des Leuchters.

Dieses Jahr fällt der erste Tag des Hanukkah-Fests auf den 6. Dezember. Die erste Kerze wird um 16 Uhr angezündet (egal, was das Wetter bringt), und jeden Abend folgt eine weitere. Die Veranstaltung ist kostenlos, aber Karten müssen im Voraus reserviert werden.

9. Weihnachten auf Rollerblades, Venezuela

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Weihnachten in Venezuela – auf Rollschuhen! © Oiluj Samall Zeid

Du magst Weihnachten, findest aber, dass es auf Rollerblades noch besser wäre? Wenn ja, solltest du dieses Jahr nach Caracas in Venezuela reisen. Jedes Jahr an Heiligabend brechen die Einwohner frühmorgens zur Kirche auf – so weit, so normal – und nutzen aus Gründen, die nur sie selbst kennen, Rollschuhe als Fortbewegungsmittel!

Diese einzigartige Tradition ist so beliebt, dass die Straßen der Stadt für Autos gesperrt werden, damit die Menschen sicher zur Kirche rollen können, bevor sie zu Hause ihr Weihnachtsessen genießen: Tamales (gedämpfte, mit Fleisch gefüllte Rollen aus Maisteig).

10. Día de las Velitas, Kolumbien

Mit diesem entzückenden kolumbianischen Weihnachtsbrauch bringst du Licht in die Festtage.
Mit diesem kolumbianischen Weihnachtsbrauch bringst du Licht in die Festtage. © Mafe Aristizabal M

Der Día de las Velitas (Tag der kleinen Kerzen) leitet die Weihnachtssaison in Kolumbien ein. Zu Ehren der Jungfrau Maria stellen die Menschen Kerzen und Papierlaternen in ihre Fenster, auf ihre Balkone und in ihre Vorgärten.

Die Kerzentradition ist sehr verbreitet, sodass landesweit ganze Klein- und Großstädte eindrucksvoll beleuchtet werden. Einige der schönsten Installationen findet man in Quimbaya, wo die Stadtviertel um das eindrucksvollste Lichterarrangement wetteifern.

11. Cavalcade of Lights, Toronto

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Die Stadtsilhouette von Toronto wird jedes Jahr zu Weihnachten von LED-Lampen beleuchtet. © saphotoco

Im winterlichen Toronto läutet die jährliche Veranstaltung Cavalcade of Lights offiziell die Weihnachtszeit ein. Es gibt sie bereits seit 49 Jahren, und die erste Cavalcade im Jahr 1967 wurde genutzt, um das neu erbaute Rathaus und den Nathan Phillips Square ins rechte Licht zu rücken.

Der Platz und der Weihnachtsbaum werden von über 300.000 energiesparenden LED-Lampen erhellt, die bis Neujahr jeden Tag von Sonnenuntergang bis 23 Uhr leuchten.

 

Du suchst mehr Anregungen für die Festtage? Besuche den momondo-Blog und entdecke die 7 besten Weihnachtsmärkte Europas, 11 wärmende Wintergetränke, die du diese Saison probieren solltest und 8 alternative Orte für ein frohes Fest.

Ursprünglich veröffentlicht

01/12/2015